
Das kennen wir alle: Vor dem Jahreswechsel nehmen wir uns die Zeit und überlegen, was wir im neuen Jahr alles besser machen wollen. Diät, Sport, mehr Zeit für die Familie, besser auf die eigene Gesundheit achten, ein paar Klassiker der Weltliteratur lesen uvm. Und siehe da, bereits im Februar hat sich der alte Schlendrian wieder breitgemacht.
Thema Gesundheit: Keine Frage, im Januar und Februar den guten Vorsatz des täglichen Joggings umzusetzen, kostet ziemlich viel Überwindung. Es ist kalt, dunkel und regnet oder schneit. Allein die Vorstellung lässt uns schon frösteln. Alternativ bietet sich das Abo im Fitnesscenter an und aufgrund des hohen Monatsbeitrages, macht man das ganz bestimmt! Ganz ehrlich: Ich habe das auch mal probiert, war ganze acht Mal im Studio und habe die restlichen Monate des Jahres, während ich es mir zuhause so richtig gemütlich gemacht hatte, unter "Lebenserfahrung" abgebucht.
Wer Gesundheit hoch einschätzt, es aber gar nicht schätzt, wenn der Aufwand den Nutzen bei weitem übersteigt, sollte sich dem Thema "Gesunde Zähne" zuwenden. Die Vorteile: Zahnpflege ist gelebte Routine und während der Monatsbeitrag im Fitnesscenter schon mal dreistellig sein kann, sind Sie in puncto gesunde Zähne mit 20 Cent am Tag dabei. Und so funktioniert's:
1. Tägliche Zahnpflege
Jahreszeitenwechsel = Zahnbürstenwechsel!
Zahnbürste, Zahnseide, Mundwasser & Co.: Täglich genutzt, sind sie die Instrumente, mit denen Sie Ihre Zähne bis ins hohe Alter gesund erhalten können. Dank Forschung & Entwicklung gehört die heutige Generation zu denen, die die Zahnprothese nur noch von den Großeltern kennen.
2. Zahnbürsten alle drei Monate ersetzen
Nach drei Monaten hat eine Zahnbürste ausgedient, die Borsten sind verbogen und büßen damit viel Reinigungskraft ein. Wussten Sie, dass Bakterien und auch manche Viren in einer schlecht gespülten Zahnbürste bestens überleben und sich sogar vermehren? Also: Nach einer Erkältung unbedingt die alte Zahnbürste auswechseln, sonst stecken Sie womöglich Familienmitglieder mit denen Sie den Zahnputzbecher teilen, an. Auch Grippe- und Herpesviren lieben das feuchte Klima einer Zahnbürste und behalten ihr Ansteckungspotential.
3. Zahnpasta – Hilfe, welche ist die Richtige?
Zugegeben: Wenn man so vor dem Supermarktregal steht, kann man schon mal verzweifeln. Aber egal, wofür Sie sich entscheiden, das A und O ist Fluorid. Eine zusätzlicher antibakterieller Inhaltsstoff hilft die Zähne darüber hinaus vor Entzündungen zu schützen und zwar bis zu 12 Stunden, also auch während des Essens und Trinkens. Da immer 3 von 4 Menschen an einer Parodontitis leiden, also einer Zahnfleischentzündung, kann das für die inviduelle Prophylaxe sehr wichtig sein. Das Gefährliche: Diese Entzündung kann ganz ohne Beschwerden verlaufen. Wer an speziellen Problemen leidet, wie schmerzempfindlichen Zähnen, Mundgeruch u.a. Indikationen braucht sog. "Problemlöser".
4. Der Nächste, bitte
2 x im Jahr steht die Kontroll-Untersuchung beim Zahnarzt Ihres Vertrauens an. Der große Vorteil: Probleme an Zahn und Zahnfleisch werden früh erkannt und sind gut zu behandeln. Da viele Leistungen nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden, hilft der regelmässige Zahnarztbesuch die Geldbörse zu schonen.
5. Die professionelle Zahnreinigung
Bei einer professionellen Zahnreinigung, kurz PZR, werden Bereiche gereinigt, die mit der häuslichen Zahnpflege nicht erreicht werden können. Die PZR beginnt mit einer "Bestandsaufnahme" und der gründlichen Entfernung von Belägen und Zahnstein. Anschließend folgt eine Fluoridierung der Zähne und eine Anleitung zum Zähneputzen. Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen getragen, insofern lohnt sich ein Preisvergleich.
6. Gesunde Zähne, gesunder Körper
Heute weiß die Wissenschaft, dass Diabetiker ein erhöhtes Risiko für eine Parodontitis haben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass parodontale Infekte für rund 18% aller Frühgeburten verantwortlich sind. Darum ist es von fundamentaler Bedeutung, dass Ihr Zahnarzt und Ihr Hausarzt Ihren Gesundheitszustand kennen und über die Behandlungen (Medikamente etc.) informiert sind.